Handwerkersoftware · Mainz

Handwerkersoftware für Mainz und Rheinhessen

In der Landeshauptstadt sitzen Ministerien, Behörden und städtische Gesellschaften. Wer für sie arbeitet, muss Rechnungen elektronisch stellen. Dazu kommen Gründerzeithäuser in der Neustadt und eine städtische Förderung für ältere Eigentümer.

Ein Auftrag für ein Landesministerium, eine Schule oder eine städtische Gesellschaft ist für viele Betriebe attraktiv: klare Vorgaben, verlässliche Zahlung. Der Haken kommt oft erst bei der Rechnung. Ein PDF per Mail reicht öffentlichen Auftraggebern in der Regel nicht. Sie verlangen eine E-Rechnung, meist im Format XRechnung und mit einer Leitweg-ID.

Rechnungen an Behörden: was die Leitweg-ID ist

Die Leitweg-ID ist eine Kennung, mit der eine E-Rechnung bei der richtigen Stelle innerhalb der Verwaltung landet. Du bekommst sie vom Auftraggeber, sie steht meist in der Bestellung oder im Vertrag. Ohne sie kann die Rechnung zurückkommen, und das Geld lässt auf sich warten.

So läuft es in Zunfto:

  1. Beim Kunden setzt du den Haken Geschäftskunde und trägst Firmenname, USt-IdNr. und die Leitweg-ID ein.
  2. Du aktivierst „E-Rechnung gewünscht“.
  3. Die Rechnung schreibst du wie jede andere, mit Positionen, Menge, Einheit und Steuersatz.
  4. Nach dem Versand lädst du die XRechnung 3.0 als XML-Datei herunter. Die Leitweg-ID steht darin als Käuferreferenz.
  5. Die Datei reichst du über den Eingangskanal ein, den der Auftraggeber vorgibt.

Den letzten Schritt musst du selbst machen: Zunfto verschickt nichts über Behördenportale oder Peppol. Wer den Unterschied zwischen XRechnung und ZUGFeRD verstehen will, liest den Ratgeber XRechnung und ZUGFeRD.

Und die privaten und gewerblichen Kunden?

Für Unternehmen gilt die E-Rechnung ebenfalls, in Stufen. Empfangen können müssen sie inzwischen alle, die Pflicht zum Ausstellen kommt 2027 bzw. 2028. Details stehen im Ratgeber E-Rechnung-Pflicht im Handwerk.

Zunfto erstellt für Kunden mit „E-Rechnung gewünscht“ automatisch ein ZUGFeRD-PDF. Das ist ein normales PDF, das ein Mensch lesen kann, mit den Rechnungsdaten als XML darin. Es geht per Mail raus, der Betreff und Text kommen aus deiner Vorlage. Eine Einschränkung nennen wir offen: Strikte PDF/A-3-Konformität ist nicht garantiert. Wenn ein Empfänger das ausdrücklich verlangt, sprich es vorher an.

Für Privatkunden bleibt es beim gewohnten PDF mit deinem Logo und deiner Bankverbindung. Welche Angaben auf jede Rechnung gehören, steht im Ratgeber Rechnung: Pflichtangaben.

Die Neustadt: Altbau mit Geschichte

Die Mainzer Neustadt entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Gründerzeitviertel nach Plänen von Stadtbaumeister Eduard Kreyssig. Laut Stadt Mainz sind trotz schwerer Kriegsschäden viele Wohngebäude aus dieser Zeit erhalten und wurden in den letzten Jahren behutsam saniert.

Bei solchen Häusern gehört zur Arbeit fast immer die Abstimmung mit mehreren Parteien: Eigentümergemeinschaft, Hausverwaltung, Mieter. Zunfto gibt dir dafür den Kunden-Hub, einen Link pro beteiligter Person ohne eigenes Konto. Über die Termin-Reihe hältst du Besichtigung, Einsatz und Nachbesserung zusammen und rechnest sie am Ende gemeinsam ab.

Städtische Förderung für Eigentümer ab 65

Die Stadt Mainz fördert seit 2025 Menschen ab 65 Jahren mit geringem Einkommen, die ihr eigenes Zuhause modernisieren. Laut Meldung der Stadt vom 15.04.2026 gibt es bis zu 6.000 € für Maßnahmen wie eine bodengleiche Dusche, neue Fenster und Türen oder Dämmung. Seit 2026 gibt es außerdem bis zu 200 € für Balkonkraftwerke, auch für Mieter mit geringem Einkommen. Das ist Förderung für deine Kunden, nicht für deinen Betrieb. Es lohnt sich aber, sie zu kennen, wenn ältere Kunden nach einem Badumbau fragen. Die Bedingungen stehen auf der Seite der Stadt.

Nicht mehr nennen solltest du dagegen das frühere Programm „Altbausanierung Mainz Plus“. Nach unseren Informationen ist es beendet.

Handwerkskammer Rheinhessen

Zuständig ist die Handwerkskammer Rheinhessen. Zum Bezirk gehören Mainz, Worms und die Landkreise Mainz-Bingen und Alzey-Worms. Laut Zahlenflyer der Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz waren im Kammerbezirk zum 31.12.2024 insgesamt 8.094 Betriebe eingetragen.

Die Digitalisierungsberatung der Kammer deckt ein breites Feld ab: Digitalisierungscheck, Google-Profil und Website, Auswahl und Einführung von Handwerkersoftware und Beratung zu Förderprogrammen. Für allgemeine betriebswirtschaftliche Fragen gibt es die Unternehmensberatung.

Förderung in Rheinland-Pfalz: Stand September 2026

Der frühere Digitalisierungszuschuss DigiBoost ist ausgelaufen. Was es gibt, ist das Betriebsberatungsprogramm Rheinland-Pfalz (FÖP 158) der ISB. Es bezuschusst externe Beratung, unter anderem zum Thema Digitalisierung und KI, mit bis zu 50 % der Beratungskosten, höchstens 500 € pro Tagewerk. Anträge sind seit dem 16.12.2025 möglich und müssen vor der Beauftragung des Beraters gestellt werden. Für Innovationsprojekte nennt die ISB weitere Programme wie InnoTop, die aber nicht auf eine reine Softwareeinführung zielen.

Auf Bundesebene laufen die BAFA-Beratungsförderung (in Mainz 50 % von höchstens 3.500 €, bis 31.12.2026) und der KfW-Förderkredit Digitalisierung.

Zunfto läuft als Web-App im Browser, ohne Installation und ohne Offline-Modus. Du kannst es 14 Tage kostenlos testen.

Häufige Fragen

Kann Zunfto eine XRechnung mit Leitweg-ID erstellen?

Ja. Zunfto erzeugt eine XRechnung 3.0 im UBL-Format mit der Leitweg-ID des Kunden. Du lädst sie als Datei herunter und reichst sie selbst über den Kanal des Auftraggebers ein. Einen Versand über Portale oder Peppol gibt es nicht.

Welche Handwerkskammer ist für Mainz zuständig?

Die Handwerkskammer Rheinhessen. Ihr Bezirk umfasst Mainz, Worms und die Landkreise Mainz-Bingen und Alzey-Worms.

Gibt es in Rheinland-Pfalz noch einen Zuschuss für Digitalisierung?

Stand September 2026 keinen reinen Investitionszuschuss wie früher DigiBoost. Das Betriebsberatungsprogramm der ISB bezuschusst aber Beratung, auch zur Digitalisierung.

Welche städtische Förderung gibt es in Mainz für Badumbauten?

Die Stadt fördert Eigentümer ab 65 mit geringem Einkommen mit bis zu 6.000 € für Modernisierungen, zum Beispiel eine bodengleiche Dusche. Das Programm „Altbausanierung Mainz Plus“ ist dagegen nach unseren Informationen beendet.

Brauche ich die E-Rechnung auch für Privatkunden?

Nein, für Privatkunden reicht weiterhin eine normale Rechnung. Die Pflicht betrifft Rechnungen zwischen Unternehmen und, je nach Vorgabe, an öffentliche Auftraggeber.

Weniger Papier, mehr Baustelle.

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