Software für Metallbau und Schlosserei

Software für Metallbauer — von der Werkstatt bis zur Montage beim Kunden

Geländer, Treppen, Tore und Vordächer sind Einzelstücke. Zwischen Aufmaß und Montage liegen Fertigung, Oberfläche und viele Rückfragen. Zunfto hält Angebot, Termine, Fotos und Abnahme an einem Auftrag zusammen.

Im Metallbau ist fast jedes Stück ein Unikat. Ein Treppengeländer passt an genau eine Treppe, ein Hoftor an genau eine Einfahrt. Der Ablauf ist trotzdem immer ähnlich: Maß nehmen, Angebot, Zeichnung, Freigabe durch den Kunden, Fertigung in der Werkstatt, Oberfläche beim Verzinker oder Pulverbeschichter, Montage.

Jede dieser Stationen ist eine Stelle, an der etwas schiefgehen kann. Ein Maß, das nur auf einem Zettel steht. Ein RAL-Ton, der am Telefon besprochen wurde. Eine Montage, bei der der Kunde nicht zu Hause ist. Und ein Kunde, der sich nach der Montage an eine andere Stabteilung erinnert.

Das Maß und die Absprache schriftlich haben

Der erste Termin beim Kunden bekommt in Zunfto den Typ „Besichtigung / Aufmaß“. Dort legst du die Fotos ab: die Treppe mit Zollstock im Bild, die Einfahrt, die Befestigungspunkte am Mauerwerk. Dazu Vorbereitungsnotizen und eine Checkliste für den Termin.

Das Aufmaß selbst machst du wie bisher. Ein Aufmaßblatt mit Skizze oder eine Mengenermittlung bietet Zunfto nicht. Aber die Fotos und Notizen hängen am richtigen Kunden und am richtigen Termin, statt in der Galerie deines Handys zu verschwinden.

Angebote für Einzelstücke

Metallbau-Angebote sind selten reine Stückzahl-Rechnungen. In Zunfto stehen dir pro Position Einheiten wie lfm für Geländer und Handläufe, kg oder t für Stahl, Stk für Pfosten und Beschläge und psch für Fertigung, Oberfläche oder Montage zur Verfügung. Wiederkehrende Leistungen, etwa eine Montagestunde oder die Feuerverzinkung als Pauschale, legst du einmal im Katalog an. Das Gewerk-Feld ist frei; trag „Metallbau“ oder „Schlosserei“ ein.

Will der Kunde zwei Varianten sehen, etwa Edelstahl gegen verzinkt und beschichtet, schreibst du zwei Angebote und verknüpfst beide mit demselben Auftrag. Das nicht gewählte lehnt der Kunde ab oder es läuft ab. Standardmäßig gilt ein Angebot 30 Tage.

Weil das Material vor der Fertigung bestellt wird, kannst du eine Anzahlung direkt im Angebot hinterlegen, als Betrag oder in Prozent. Das Angebot geht als PDF per Mail oder als Link, zum Beispiel über WhatsApp. Der Kunde nimmt online an, ohne Konto.

Freigabe vor der Fertigung

Bevor du Stahl schneidest, willst du eine klare Zusage. Zunfto bietet dafür den Kunden-Hub: Der Kunde bekommt einen persönlichen Link zum Termin, ohne Konto. Dort sieht er Fotos, kann selbst welche hochladen und dir schreiben.

Ist der Termin mit dem Auftrag verknüpft, sieht er dort auch die Angebote und kann den Auftrag per Unterschrift erteilen. Gespeichert werden Name, Zeitpunkt und die Unterschrift. Wenn es später Streit um die Ausführung gibt, weißt du, was er beauftragt hat. Zeichnungen aus deinem CAD kannst du als Bild in den Hub stellen; eine Freigabe einzelner Zeichnungen mit Versionen gibt es nicht.

Montage planen

Die Montage ist meist ein Termin, an dem alles stimmen muss. Am Arbeitseinsatz hinterlegst du eine abhakbare Checkliste: Schwerlastanker, Bohrhammer, Kernbohrung, Stromanschluss am Tor. Dazu die Adresse, Notizen für den Monteur und die Mitarbeiter, die fahren. Mehrere Personen sind möglich, eine davon als Leitung.

Die Anfahrt rechnet Zunfto von deiner Betriebsadresse zum Einsatzort, hin und zurück, und übernimmt sie mit deiner Kilometerpauschale als Position in die Rechnung. Eine Routen- oder Tourenplanung ist das nicht.

Im Tagesplan siehst du, wer heute auf Montage ist und welche Einsätze noch niemandem zugeordnet sind. Die Fertigung in der Werkstatt plant Zunfto nicht als eigene Kapazität; es gibt keine Maschinen- oder Ressourcenplanung.

Oberfläche und Farbton festhalten

Ein Klassiker im Metallbau: Das Geländer kommt vom Pulverbeschichter, und der Kunde sagt, er habe ein anderes Grau gemeint. Schreib den Farbton mit RAL-Nummer und Glanzgrad direkt in die Positionsbeschreibung des Angebots. Dann steht er im PDF, das der Kunde angenommen hat. Hat der Kunde eine Musterplatte oder ein Foto seiner Fensterrahmen geschickt, legst du es am Termin ab.

Dasselbe gilt für Details, die bei Geländern gern später strittig werden: Füllung mit Stäben oder Lochblech, Befestigung stirnseitig oder aufgesetzt, Handlauf aus Holz oder Edelstahl. Alles, was in der Position steht, taucht bei der Abnahme als Prüfpunkt wieder auf.

Reparaturen und kleine Aufträge

Neben der Fertigung haben viele Schlossereien ein Reparaturgeschäft: ein Tor, das klemmt, ein abgerissener Handlauf, eine Schweißnaht vor Ort. Dafür brauchst du kein Angebot. Du legst einen Termin an, trägst den Stundensatz ein und fügst Material aus dem Katalog hinzu. Die Anfahrt rechnet Zunfto selbst.

Nach dem Einsatz wird aus dem Termin per Klick eine Rechnung. Belege für Kleinmaterial, die du unterwegs beim Händler bekommst, fotografierst du und ordnest sie dem Termin zu. Unter Auswertungen zeigt dir die Liste „Noch nicht abgerechnet“, welche Einsätze noch ohne Rechnung sind.

Abnahme mit Fotos

Nach der Montage gehst du mit dem Kunden die Leistungen durch. Die Prüfpunkte kommen aus den Positionen des Angebots, eigene kannst du ergänzen: „Tor läuft leicht“, „Endanschlag eingestellt“. Offene Punkte hältst du als Restpunkt oder Mangel fest. Unterschrieben wird mit dem Finger. Ist der Kunde nicht vor Ort, etwa bei einer Hausverwaltung, schickst du das Protokoll als Link.

Das Abnahmeprotokoll als PDF enthält die Checkliste, Anmerkungen, bis zu acht Fotos und die Unterschrift.

Gewerbekunden und öffentliche Hand

Metallbauer arbeiten oft für Firmen, Hausverwaltungen oder Kommunen. Dafür hat jeder Kunde in Zunfto die Felder Firmenname, USt-IdNr. und Leitweg-ID sowie den Schalter „E-Rechnung gewünscht“.

Ist der gesetzt, erzeugt Zunfto automatisch ein ZUGFeRD-Hybrid-PDF im Profil EN 16931. Für Behörden lädst du eine XRechnung als XML herunter und reichst sie über das Portal des Auftraggebers ein. Den Versand an Portale übernimmt Zunfto nicht. Zu den Fristen der E-Rechnungspflicht steht mehr im Ratgeber E-Rechnung-Pflicht im Handwerk.

Mitarbeiter, Rollen und wer was sieht

In einer Schlosserei mit Werkstatt und Montage gibt es meist ein Büro, einen Meister, der einteilt, und Monteure, die draußen sind. Zunfto kennt drei Rollen: Der Inhaber darf alles, auch die Einstellungen. Mitarbeiter schreiben überall außer in den Einstellungen. Assistenz hat nur Lesezugriff. Wer Einsätze verteilen darf, bekommt zusätzlich die Funktion „Disposition“; wer eingeteilt werden kann, die Funktion „Handwerker“.

Frei einstellbare Rechte pro Person gibt es nicht. Mitarbeiter sehen alle Kunden und Aufträge, nicht nur ihre eigenen. Für die meisten kleinen Betriebe ist das eher praktisch als ein Problem, aber du solltest es wissen.

Torwartung: ehrlich gesagt noch eine Lücke

Wer Tore baut, wartet sie oft auch. Kraftbetätigte Tore in Arbeitsstätten müssen nach der ASR A1.7 regelmäßig von einer sachkundigen Person geprüft werden. Für viele Metallbauer ist das ein fester Teil des Geschäfts.

Zunfto hat einen Termintyp „Wartung“. Mehr aber nicht: Es gibt keine Wartungsverträge, keine Intervalle und keine wiederkehrenden Termine. Den nächsten Wartungstermin musst du selbst anlegen. Ein Prüfbuch pro Tor führt Zunfto nicht. Wenn Wartung bei dir einen großen Teil des Umsatzes ausmacht, brauchst du dafür heute eine andere Lösung.

Was sonst nicht dabei ist

  • Keine Dokumentation nach EN 1090 (werkseigene Produktionskontrolle, Schweißnachweise).
  • Keine Materialbestellung, kein Lager, keine Einkaufspreise und keine Nachkalkulation.
  • Kein GAEB-Import für Ausschreibungen.
  • Keine Zeiterfassung in der Werkstatt.
  • Keine Rechnungen nach § 13b UStG mit Umkehr der Steuerschuld.
  • Nur eine Anzahlung pro Angebot, keine Abschlagsfolge.

Für Schlossereien, die vor allem Einzelaufträge für Privat- und Gewerbekunden abwickeln, deckt Zunfto den Weg von der Anfrage bis zur Rechnung ab. Du kannst es 14 Tage kostenlos testen.

Häufige Fragen

Kann ich Wartungsintervalle für Tore hinterlegen?

Nein. Es gibt den Termintyp „Wartung“, aber keine Verträge, keine Intervalle und keine automatisch wiederkehrenden Termine. Jeden Wartungstermin legst du selbst an.

Kann der Kunde die Ausführung vor der Fertigung freigeben?

Ja, über den Kunden-Hub. Ist der Termin mit dem Auftrag verknüpft, sieht der Kunde die Angebote und erteilt den Auftrag per Unterschrift. Name und Zeitpunkt werden gespeichert.

Welche Einheiten kann ich im Angebot verwenden?

Unter anderem Stk, Std, psch, m, lfm, m², kg und t. Die Einheit wählst du pro Position.

Kann ich E-Rechnungen an eine Kommune schicken?

Zunfto erzeugt eine XRechnung mit Leitweg-ID als XML-Datei. Einreichen musst du sie selbst, meist über das Rechnungsportal des Auftraggebers.

Hilft Zunfto bei der EN-1090-Dokumentation?

Nein. Zunfto ist für Angebote, Termine, Abnahme und Rechnungen gebaut. Die Dokumentation der Fertigung nach EN 1090 bleibt in deinem bisherigen System.

Weniger Papier, mehr Baustelle.

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